Titelbild Hoher Besuch und neue Bestzeit

Hoher Besuch und neue Bestzeit – was eine Woche!

Die letzte Woche war für uns alles andere als langweilig. Ein Highlight jagte das nächste und die Ereignisse und Erfahrungen haben sich nur so überschlagen. Jetzt ist endlich Zeit, etwas durchzuschnaufen und das Erlebte zu reflektieren. 

Olympionike Hendrik Pfeiffer zu Gast beim Training

Letzten Donnerstag war Hendrik Pfeiffer, Olympionike und amtierende deutscher Marathonmeister, bei unserem Training der Laufsportgruppe. Hendrik war im Rahmen des Bocholter Citylaufs in der Stadt, aber dazu später mehr. 

Hendrik Pfeiffer mit Jenny und Guido

Jedenfalls hat er es sich nicht nehmen lassen ein kleines Trainingsprogramm mit uns durchzuführen und uns interessante Einblicke in sein Training zu geben.

Los ging es mit dem kenianischen Warm-Up. Hendrik verbringt einige Monate im Jahr in Kenia, um dort zu trainieren.

Dabei ist ihm schnell klar geworden, wie zahlen- und datengetrieben wir Europäer eigentlich sind.

Dort laufen Spitzenathlet*innen beim Warmlaufen oder zum Cool-Down eine Zeit, die etliche Minuten unter ihrer Wettkampfzeit liegt. Selbst bei einer Wettkampfpace von unter 3 Minuten pro Kilometer laufen diese Athlet*innen auch gerne mal einen (für sie) lockeren 7er-Schnitt nach Gefühl und lassen die Uhr einfach links liegen.

Und so ging es auch für uns gaaanz locker auf die Bahn zum gemütlichen Eintraben.

Vorbereitung ist alles 
 
Anschließend hat Hendrik uns in seine Wettkampfvorbereitung eingeweiht. Nach dem Einlaufen folgen einige dynamische Dehn- und Mobilisationsübungen. Weiter geht’s dann mit Koordinationsübungen in Form von Fußgelenksarbeit, Skippings, Anfersen und Co.
 
Am Ende dürfen 2-3 Steigerungen nicht fehlen, um schon mal etwas Tempo in die Beine zu bekommen.
 
Nach vielen Fragen aus unseren Reihen hat uns Hendrik am Ende noch einen entscheidenden mentalen Trick mit an die Hand gegeben: Wer vor dem Rennen schon Ausreden hat, warum er/sie es nicht schafft, schafft es auch nicht! Dem war nichts hinzuzufügen.

Unser Fazit des Tages: Ein super bodenständiger, entspannter Mensch, der den Spaß am Laufsport einfach authentisch rüberbringt. Ein rundum gelungener Abend, der uns allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

Endlich wieder Bocholter Citylauf - und wie!

Wie eingangs erwähnt, war Hendrik in der Stadt, um beim Bocholter Citylauf an den Start zu gehen.

Diejenigen, die dort schon einmal gelaufen sind wissen, was für ein einmaliges Event dieser Lauf ist. Alle anderen sind natürlich gerne eingeladen, sich im kommenden Jahr selber ein Bild von der überragenden Stimmung zu machen. 

Bis dahin könnt ihr euch ja schon einmal die Impressionen der letzten Jahre anschauen.

Guido und Jenny beim Bocholter Citylauf 2022
Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause gab es in diesem Jahr also endlich wieder unseren schönen Citylauf durch die Bocholter Innenstadt.
 
Eine neue Bestzeit sollte her!
 
Da Guido leider seit einiger Zeit mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hat, konnte er nicht richtig trainieren und so auch keine Bestzeiten angreifen. Bei mir (Jenny) lief das Training dagegen sehr gut und ich hatte den Plan, meine bisherige Bestzeit von 48:46 Minuten über 10 Kilometer zu unterbieten. 
 
Guido bot sich als Pacemaker an und unser Plan war es, die 10km in 48 Minuten zu laufen. Wir gingen das Rennen vernünftig und gezielt an, damit mir am Ende nicht die Körner ausgehen. Ist schließlich ein klassischer Anfängerfehler. Und das sollte mir dieses Mal nicht passieren.  
Wenn der Plan aufgeht!
 
Die erste Runde war also auch die langsamste der insgesamt vier Runden – genauso, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir liefen aber immer im geplanten Tempo.
 
Zwischendurch wurde es dann echt hart, aber bei dieser Menge an Anfeuerungsrufen und positiven Menschen in der Menge war es fast unmöglich, zu viel nachzudenken. Die letzte Runde war dann unsere schnellste und wir kamen nach 47:37 Minuten freudestrahlend ins Ziel.
 
Stolz wie Oskar gab’s dann erstmal ein wohlverdientes alkoholfreies Weizen. Anschließend haben wir mit einem Teil unserer Laufsportgruppe bis tief in die Nacht gefeiert und uns einfach gemeinsam gefreut, dass solche Events endlich wieder stattfinden können.
 
Am nächsten Tag waren wir komplett platt, aber das tat der guten Stimmung und dem Stolz keinen Abbruch. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

Kaum Zeit für Regeneration - der Fußballplatz ruft

Besonders viel Zeit zum Ausruhen blieb uns nicht, denn bereits am Dienstagmittag stand für uns die Qualifikationsprüfung für die neue Saison an. Um weiterhin als Schiedsrichter in der Ober- bzw. Regionalliga der Herren aktiv zu sein, mussten wir unsere Lauf- und Regelprüfung erfolgreich ablegen. 
 
Sechs Sprints á 40 Meter und ein Intervalltest mit 40 Wiederholungen á 75 Metern schnell und 25 Metern Pause standen auf dem Plan. Es war super warm auf dem Kunstrasenplatz und die Beine waren noch nicht wieder richtig frisch, aber wir haben es trotzdem beide ohne Probleme geschafft. 

Eine Abrundung der tollen Sportwoche!
Jetzt wird mal ein paar Tage ein Gang runtergeschaltet und dann geht es auch schon wieder richtig los. Die Marathonvorbereitung für Berlin rückt schließlich immer näher – wir freuen uns drauf!
 
Seid ihr in diesem Jahr auch schon bei offiziellen Laufevents dabei gewesen? Wie habt ihr die Stimmung unter den Läufer*innen und im Zuschauerfeld erlebt? 

 

 

 
Foto aus dem Titelbild: Bruno Wansing

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